start Die Ergebnisse unserer Umfrage:

Kindheitserinnerungen von Devotees
Mann 31: es war ein kind nur 1 oder 2 jahre älter als ich. es hatte eine blaue jacke an und die ärmel waren sehr weit oben zugenäht. wie ein briefumschlag gefaltet. ich war 6 oder so

Mann, 40: Eigentlich hat mich der Anblick körperbehinderter Menschen schon immer fasziniert. Die am weitesten zurückreichende Erinnerung ist die an die Frau eines Zahnarztes in unserem Ort, die nach einer Polio-Infektion ein gelähmtes Bein hatte und eine Schiene tragen mußte. Ihren Anblick, wie sie auf ihren Kinderwagen gestützt, die Straße hinunterhinkte, habe ich heute noch vor Augen.
Ich war damals etwa 7 Jahre alt und lernte erst später, das Gefühl, das mich beim Anblick dieser Frau überkam, als sexuelle erregung zu identifizieren. Diese Erregung war aber stets auch mit dem Wunsch gekoppelt, selbst behindert zu sein. Als ich ungefähr zwölf Jahre alt war, sah ich auf einer Ausstellung einen etwa gleichaltrigen Jungen, der links oberschenkelamputiert war. Er ging auf Krücken und hatte das leere Hosenbein hochgesteckt. Der Wunsch, so zu sein wie er, beherrschte lange Zeit mein Gefühlsleben und verfolgt mich im Grunde bis heute.!

Mann, 51:Es ist die difuse Empfindung, die ich zeitlich für das "erste Mal" nicht festlegen kann, dass ich bei Menschen, die nicht der "Norm" entsprechen ruhiger werde - weil ich bei "Normalitäten" schon "immer" einen Horror entdecke, der an innere Einengung erinnert. Und (vorurteilsvoll - aber auch in der Realität bestätigt!) erlebe ich in sog. "Behinderten" eine größere Freiheit zu sich selber, weil sie vielleicht auch unterbewusst akzeptieren können, dass ihre "Normalität" genauso einmalig ist, wie meine.

Phantasien
ich stelle mir vor: was wär wenn ich selber behindert wäre. speziell ohne beine.

Am meisten fasziniert mit der Anblick eines Menschen mit zwei kurzen Oberschenkelstümpfen. In meinen erotischen Fantasien bin ich immer ein körperbehinderter Mann (meistens zweifach oberschenkelamputiert, aber auch Para oder etwas anderes, je nach Laune) der Sex mit tollen Frauen hat. Dieses Bild beherrscht meine sexuellen Fantasien seit jeher, und es wird sich wohl auch nichts daran ändern.

Warum Devotees?
Ich glaube, die Faszination hat ihren Ursprung einfach darin, daß Behinderte anders sind. Sie sehen anders aus, bewegen sich anders und üben damit auf die "Normalos" eine Faszination aus. Wer das nicht glaubt, braucht sich bloß einmal anzusehen, wie sich ein ! zweifach oberschenkelamputierter Mensch, der auf dem Boden sitzt, in einen danebenstehenden Rollstuhl schwingt - eine faszinierende Bewegung, die mit einem anderen als diesem Körper gar nicht möglich wäre., Ich habe festgestellt, daß es mir gutgetan hat, das alles einmal niederzuschreiben. Irgendwie fühle ich mich jetzt erleichtert!

ein Mann, 30, schrieb uns:
gute frage, ich erinner mich nicht genau, ich hatte eigentlich im kindesalter nie kontakt zu behinderten. diverse zeitungsartikel und berichte im fernsehen haben dann wohl im jugentlichen frank das wunder ausgelöst.

Aber erst durch einen Artikel in "handicap" habe ich dann erfahren, daß ich nicht der einzige irre auf gottes erdboden bin. Das konnte ich kaum fassen, ich dachte immer, ich hStte da was besonderes, einmaliges.
Ich hab mich dann durchs internet durchgekämpft, und konnte es kaum glauben, daß sogar behinderte models sich in zum teil sehr freizÜgiger kleidung ablichten lassen.

Ich behaupte mal, ich bin "behÜtet" aufgewachsen, und der weg in diese neue welt war fÜr mich faszinierend und verlockend. Hatte ich doch frÜher katalogeweise meine scheinwelt ausgeschnitten, so konnte ich nun informationen und bilder aus dem netz ziehen.

Aber meine ansichten, ja, ich machte einmal den ansatz, eine unterschenkelamputierte junge frau zu meiner lebensgefährtin haben zu wollen. Ich habe bei ihr sehr viel gelernt. zum beispiel, daß zu liebe und verlangen immer zwei gehören, sonst tut"s nicht... das eigentliche drama ist, daß sie bis heute nichts von meiner macke weiß, obwohl wir jahrelang eine sehr enge und offene freundschaft gepflegt haben. es ist ein horror fÜr mich, mir vorstellen zu mÜssen, wie sie reagieren wÜrde.

man ksnnte einfach auch sagen, ich habe große angst, das ist ein sehr (sehr!) sensibles thema. ja, ich habe phantasien. phantasien, die mein verstand ablehnt, die meine gesinnung ablehnt. nichtsdestotrotz sind sie da. ein punkt, der mich versucht zu sagen, daß devotismus wohl eine form der psüchischen behinderung ist.

ja, ich wÜrde gerne behinderte, amputierte frauen kennenlernen. Ich hege auch seit früher jugend den wunsch, amputation ausprobieren zu ksnnen...idiotisch, es ist utopisch, aber der wunsch ist da, allerdings nur mit der möglichkeit der rever, meine eigene erfahrung ist, daß dieses "faszinierend" ein erotischer kick ist. da eine behinderung (der betroffene mensch ist "gehindert", etwas zu tun wie "normale") eine einschränkung der bewegungsfShigkeit, der mobilitSt, des umganges mit dem "normal"-ausgerichteten umfeld darstellt, liegt der verdacht nahe, daß es etwas mit dem vermeintlichen unvermögen von behinderten zu tun hat, dinge zu tun wie wir nichtbehinderten. sprich, die behinderten personen, bei mir also amputierte frauen, sind oft nur in der lage, unter aufwendung aller ihrer kräfte und ihres geschicks die einfachsten dinge zu tun. ich, der voyeur, erfreue mich nun an diesem unvermsgen, diesem "VER-leiden" im täglichen leben.

Devotismus ist somit eine erotische neigung, welche dem sadismus nSher ist als es uns lieb sein kann.

dieses bekenntnis lässt in mir die reine pure scham aus, da meine gesinnung zu derlei vorgängen im krassen widerspruch steht. die stufe der krankheit sehe ich deshalb als Überschritten an, weil ich mit herz und verstand gegen dieses phänomen ankämpfen will, aber mein intellekt die fakten akzeptiert hat. ich habe nur mir selbst rechenschaft abzulegen, weshalb ich es fÜr mich akzeptiere. somit hat der trieb Über den verstand gesiegt, sprich, auch die gesinnung hat verloren.

ich behaupte, daß der weg zum wahnsinn oft nurmehr sehr kurz ist.

ich leide oft unter den fakten.

und ich fÜrchte mich oft vor mir selbst, wenn der mensch im spiel, tja, das war jetzt wohl das, was man "hose runterlassen" nennt. dabei hab ich noch einen auf lager.....aber den ganz zum schluß.

völlig unbescheiden behaupte ich, nicht völlig eines kleinen geistes kind zu sein. dieser umstand hat mich schon öfters davor bewahrt, dummheiten zu machen. Wie schnell hat man eine behinderte junge frau angesprochen, wie groß ist die gefahr, daß man sich kennenlernt und die sache aus dem ruder läuft...

wie gesagt, ich habe angst, große angst, eines tages diesen fehler zu machen. ich fÜrchte mich vor mir selbst, vor diesem anderen ich, das so tolerant die eigenen, gravierenden fehler Übertüncht.

nun der schluss: ich bin sehr glücklich verheiratet, mit einer nichtbehinderten frau. mir würde das herz brechen, wenn ihr etwas zustoßen sollte. Ich will sie unversehrt behalten. keine amputierte frau der welt kann das für mich sein, was sie ist. sie kennt und weiss von meinem spleen, sie toleriert es ein ausdruck der unermesslichen liebe zwischen uns.
danke für eure aufmerksamkeit
in erwartung ebenso ehrliche

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